Der Oberbergische Kreis erhält am 1. Mai 2026 eine sichere und geschützte Anlaufstelle für queere Menschen. Ihr Standort ist in Waldbröl.
„Geh doch nach Köln. Oder nach Bonn.“ Ein guter Rat ist das nicht, vielmehr ein Ausdruck blanker Hilflosigkeit. Menschen, die sich ihrer Sexualität (noch) nicht gewiss sind, die sich weder als heterosexuell identifizieren noch sich der klassischen Zwei-Geschlechter-Gesellschaft zugehörig fühlen, erfahren in Oberberg keine Unterstützung, keinen Halt. Das ist auch die bittere Erfahrung von Marie Brück: 38 Jahre hat die heute 51-Jährige aus Nümbrecht als Mann gelebt. [hier weiterlesen]
In der Marktstadt sollen queere Jugendliche einen geschützten Raum finden und Unterstützung bekommen. Auch eine Jugendgruppe soll es dort geben.
Einen kahlen, eher kühlen Seminarraum wollten Marie Brück und Benno Triller den ersten Besucherinnen und Besuchern nicht zeigen – lieber den fertigen, den kunterbunten Raum. Denn diesen erleben jene jungen Menschen, die sich künftig an Oberbergs neue Beratungsstelle „Come as you are“ – kurz: „Caya“ – wenden, wenn sie Hilfe benötigen, Unterstützung suchen oder sich in einem sicheren, einem geschützten Raum treffen wollen, um zu quatschen und sich auszutauschen. [Hier weiterlesen]
Auch nach dem CSD: Mehr als nur ein offenes Ohr für die queere Community Waldbröl – Das Projekt Caya ist als neue Anlauf- und Beratungsstelle an den Start gegangen – Schon jetzt eine große Resonanz – Leader fördert das Angebot mit mehr als 134.000 Euro.
Offiziell gestartet ist das Leader-Projekt Caya, was für „Come as you are“ steht, zwar im Mai. Seitdem sind Marie Brück und Benno Triller beim Bildungs- und Sozialträger VSB angestellt. Allerdings: Angeschoben wird das Projekt für Austausch, Beratung und Vernetzung in und außerhalb der LSBTIAQ*-Community schon davor. Bereits bei der Organisation des ersten CSD in Oberberg überhaupt wirkten Brück und Triller mit, erzählen von dem neuen Angebot. Das spricht sich rum, das Netzwerk wächst vor dem eigentlichen Start. So hat auch schon der CSD nicht nur farbenfroh und laut gezeigt, dass die Community im ländlichen Raum vertreten ist, sondern auch, dass queere Menschen Anlaufstellen benötigen. [Hier weiterlesen]